Der Wille zur Kraft

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Wozu ein Umzug manchmal gut ist… Der Wille zur Kraft von Christian Zippel ist ein Buch, dass sich eigentlich an Bodybuilder und Kraftsportler richtet. Ich habe mir das Buch gekauft, als ich vor ein paar Jahren eine zeitlang intensiv Krafttraining betrieben habe. Schon damals hat mir das Buch sehr gut gefallen. Bei meinem kürzlichen Umzug ist es mir wieder in die Hände gefallen und ich habe etwas darin gelesen. Dabei habe ich festgestellt, dass das Buch zwar für Bodybuilder und Kraftsportler geschrieben wurde, man das Geschriebene aber auch problemlos auf Ausdauersport bzw. viele anderen Bereiche des Lebens übertragen kann.

Christian Zippel ist promovierter Philosoph mit einer durchaus bemerkenswerten Historie im Bodybuilding/Gewichtheben/Krafttraining. Seine Ansätze sind ebenso radikal, wie auch simpel – und genauso ist auch das Buch.
Obwohl eigentlich Philosoph betrachtet Zippel den Sport aus vielen verschiedenen Blickwinkeln, beispielsweise aus Sicht der Psychologie, Sportwissenschaft oder Ökonomie.

Gespickt mit vielen anschaulichen Beispielen entsteht beim Leser nie Langeweile, sondern ganz im Gegenteil: Zippel schafft es immer wieder mit seinen Ansichten den Leser zu überraschen, zu motivieren und zugleich zum Nachdenken anzuregen.

„Du aber musst immer Deinen Zielen folgen und nicht der Masse“

Nach einer allgemein gehaltenen Einführung, in der es vorrangig um den Willen geht, folgen danach die 10 Gebote kompromissloser Leistungssteigerung. Diese sind nach Zippel:

  1. Holismus
  2. Beharrlichkeit
  3. Progressivität
  4. Konzentration
  5. Evolution
  6. Aggressivität
  7. Ernährungsbewusstsein
  8. Nachhaltigkeit
  9. Wissbegierigkeit
  10. Charakterstärke

„Erfolg ist nichts anderes als eine Konsequenz der richtigen mentalen Einstellung!“

Wie bereits erwähnt richtet sich das Buch ursächlich an Bodybuilder bzw. Kraftsportler, nichts desto trotz lassen sich die 10 Gebote auch wunderbar aufs Radfahren bzw. den Ausdauersport allgemein übertragen.

Wer wissen will, was es mit den Geboten auf sich hat, besorgt sich am besten das Buch. Denn ich kann das nicht annähernd so gut zusammenfassen, wie der Autor das formuliert hat. Zippel lädt seine Leser dazu ein auch mal über den Tellerrand hinaus zu blicken. Wer gerne seinen Horizont erweitern möchte, dem sei das Buch also wärmstens empfohlen.

Mir jedenfalls hat das erneute Lesen große Freude bereitet und mich zugleich an einige Dinge erinnert, die bei meinen Training noch zu verbessern sind.

„Worauf es jedoch wirklich ankommt, ist die Stärke, auch dann noch beharrlich zu bleiben, wenn man momentan nicht erfolgreich ist.“

#miraclemorning516 – Fazit

Rainer Sturm / pixelio.de
Rainer Sturm / pixelio.de

Für den Monat Mai hat Sebastian zur miraclemorning-Challenge aufgerufen, wobei Challenge hier eigentlich etwas fehl am Platze ist. Sinn der Geschichte war, dass jeder Teilnehmer sich seine eigene Morgenroutine zurechtlegt und diese für einen Monat lang konsequent durchzieht: für einen positiven Start in den Tag.

Meine Routine light sollte folgendermaßen aussehen:

6:30 Uhr – Aufstehen
– 10 min für Bad
– 15 min für Dehnen/Yoga/Athletik
– 5 min zum Tag planen/strukturieren
– 30 min für Frühstück + Emails/Feeds checken/lesen

In den ersten beiden Wochen hat das ganze auch ganz gut geklappt.. (nachzulesen in meinem letzten Blogeintrag) dann wurde es etwas .. unstrukturierter.

Die letzten beiden Wochen waren etwas hektisch, da für mich ein Umzug anstand. Das hieß konkret: öfters später am Abend ins Bett, morgens nicht richtig rausgekommen, zu früh schon Termine, viel Fahrerei, wenig Motivation etc. pp.

Nichts desto trotz habe ich es geschafft ein „Mindesmaß“ an Routine beizubehalten in dem ich jeden morgen mindestens 10 Minuten Yoga gemacht habe.

Auch wenn die letzten beiden Wochen gar nicht nach Plan gelaufen sind, so habe ich die entschleunigte Phase am morgen durchaus als angenehm empfunden. Das frühe Aufstehen fällt mir mittlerweile ebenfalls leicht.

Seit dem Umzug ist wieder mehr Ruhe und Struktur in meinen Alltag eingekehrt und daher habe ich die Morgenroutine wieder neu aufgenommen. Allerdings leicht abgewandelt und flexibler.

Für die nächste Zeit soll meine neue Routine wie folgt aussehen:

Aufstehen zwischen 6:30 und 7:00 unter der Woche und spätestens um 8:00 am Wochenende. Dann gibts eine Runde Yoga mit der YogaStudio-App (sehr geil!) und anschließend Frühstück. Fertig.

Zwar war die Struktur am Anfang gut um die neue Gewohnheit zu bilden, allerdings denke ich, dass ich die minutiöse Struktur nicht mehr benötige. Das Lesen am morgen lief irgendwie auch nicht so, daher wirds wieder gestrichen und dafür etwas mehr Zeit für Yoga frei (oder aufwendigeres Frühstück 🙂 ).

Rückblickend lief die miraclemorning516-Challenge zwar nicht ganz optimal für mich, die Schuld gebe ich aber einfach dem Leben, das einem manchmal halt einfach einen Strich durch die Rechnung macht. Nichts desto trotz bin ich froh über Sebastians Blogeintrag gestolpert zu sein und damit meinen persönlichen Morgen etwas angenehmer gestalten konnte.