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Rapha: Words on the Street

Egal bei welchem Rennen, egal wie lange oder kurz es Berg-Auf geht: im Radsport ist es Tradition die Anstiege mit Anfeuerungen und den Namen der Fahrer zu bemalen.
Aus persönlicher Erfahrung (z.B. an der „Alpe de Fiddelbrugg“ in Kirchzarten) weiß ich, dass man das nicht immer wahrnimmt. Kommt eben darauf an wie sehr man schon über Kreuz schaut wenn man am Anstieg ist. Was ich mich aber – und da scheine ich nicht der einzige zu sein – schon öfters gefragt habe ist, wie das bei den Profis bei den Grand Tours ist.
Genau dieser Frage ging Rapha in ihrem Rapha Mondial-Artikel nach.

 

Painting the roads of the climbs has long been a part of cycling culture, but do professional racers notice the messages of encouragement written by fans?

 

David Millar gab zu Protokoll, dass die Straßen-Graffitis für ihn einen „mini ego-boost“ gaben – vorausgesetzt man nimmt sie noch wahr, wenn man vom Peloton bereits abgehängt wurde und am kämpfen ist.

Für Ian Boswellt, Team Katusha, dienen die Anfeuerungen ebenfalls als Motivation: in seinen Jugendjahren träumte er davon irgendwann selbst einmal als Profi die bunt bemalten Pässe in den Alpen hochzujagen. Ziel erreicht, würd ich sagen.
Eine Anfeuerung blieb ihm bis dato besonders in Erinnerung: als seine Mutter bei der Tour of California „Go Boz“ mit Kreide („she’s not a vandal“ 😉 ) auf die Straße gemalt hatte. Für ihn eine schöne Erinnerung daran, welchen Support er durch Freunde und Familie erfährt.

Für Lachlan Morton, Team Dimension Data, schließlich kommt es darauf an, was für einen Tag er aktuell erlebt ob er die Anfeuerungen gut findet oder nicht. Fährt er in einer Ausreisser-Gruppe vorne weg, so gibt ihm das zusätzliches Selbstvertrauen. Im Peloton, sagt er, kriegt man es gar nicht immer mit, wenn sein Name auf der Straße steht. Hängt man hingegen im Gruppetto, ist es für Lachlan das letzte was er dann noch sehen möchte, da er dann das Gefühl hat, seine Unterstützer hängen zu lassen…

Es zeigt sich, Profis nehmen die Graffitis anscheinend genauso viel oder wenig wahr wie wir Hobbyfahrer… sie haben vermutlich nur etwas weniger Zeit um die z.T. schönen Gemälde zu bewundern 😉

Fotos: Rapha

Rapha Festive500 2016

Ende des letzten Jahres hab ich am Rapha Festive 500 teilgenommen.
Für die die es nicht kennen: beim Festive 500 fordert Rapha jedes Jahr alle Radsportler heraus, zwischen dem 24. und dem 31. Dezember, 500 km zu absolvieren – quasi um das Weihnachtsessen garnicht erst auf die Hüfte kommen zu lassen.

„In 2010 we laid down a challenge to our customers; ride 500km on the eight days between Christmas Eve and New Year’s Eve. Since then the Rapha Festive 500 has become a holiday tradition, with thousands of riders around the world taking part.“

Damit das ganze einfach zu handeln ist, findet die Challenge in Zusammenarbeit mit Strava statt.
Als Anreiz oder Trophäe gibt es für jeden der die Herausforderung abschließt, einen „woven badge“ von Rapha per Post.

Ich hatte – ehrlich gesagt – schon wieder vergessen, dass ich mir mit dem Erreichen der 500-km-Marke auch so einen Badge verdient habe.

Etwas überrascht und zunächst kurz verwirrt, dann aber sehr erfreut war ich dann heute morgen, als ich den blauen Brief (in der Schule waren blaue Briefe nicht soo begehrt) aus dem Briefkasten gefischt habe:

Ich finde die Postkarte und den Badge ganz schick und habe mich – wie schon erwähnt – sehr über den Brief aus Großbritannien gefreut.

Auch wenn das ganze natürlich irgendwo auch einen kommerziellen Hintergrund hat:
vielen Dank an Rapha für die sportliche Herausforderung, zur Extra-Motivation zum Jahresabschluss und das nette Erinnerungsstück an die (meist) schöne Zeit auf dem Rad!