Schlagwort-Archive: Rennen

Auf die Ohren: Podcast-Empfehlungen

Podcasts erfreuen sich, zumindest in meiner Wahrnehmung, einer steigenden Beliebtheit. So ist es nicht allzu verwunderlich, dass es mittlerweile auch immer mehr sehr gute Radsport-Podcasts gibt. Ich habe im letzten Jahr – als Spätzünder – auch das hören von Podcasts für mich entdeckt. Seit dem habe ich eine kleine aber feine Auswahl an Podcasts, deren Folgen ich gerne mal lausche.

Hier also meine Podcast-Empfehlungen in unsortierter Reihenfolge:

VeloNews: Fast Talk (eng)
Fast Talk bildet eine eigene Rubrik im VeloNews-Podcast. Im Fast Talk lädt sich der Host Chris Case regelmäßig Experten (Coaches, Sportwissenschaftler, Physiologen, Biomechaniker, Profis,…) ein um über die jeweiligen Themen zu informieren & diskutieren. Es geht dabei um Training, Material, Renntaktiken, Ernährung, Erholung, … egal auf welchem Gebiet: Chris Case & seine Experten vermitteln verständlich und sehr fundiert ihr Wissen an die Hörer.

Science of Ultra (eng)
Im Science of Ultra Podcast – eigentlich ein Podcast für Ultra-Läufer – spricht Shawn Bearden mit Experten in ihren jeweiligen Gebieten über ein breites Portfolio an Themenbereichen. Oft aufs Laufen bezogen, aber auch z.B. ganz allgemein über Intervalle, Physiologie, Ernährung etc. Jeder, der sich für Ausdauersport im Allgemeinen interessiert kann hier nützliche Infos für sein eigenes Training gewinnen. Manchmal etwas zu nerdy, aber sehr empfehlenswerter Podcast!

CyclingTips (eng)
Im CyclingTips-Podcast wird ein sehr breites Spektrum an Themen abgedeckt. Das reicht von täglichen Tour de France Podcasts, über Podcasts zu Training & Ernährung bis hin zu Material, Race Previews & Trash Talk aus der Profiszene.

Besenwagen
Trash Talk aus dem Peloton, so der Untertitel des erst seit kurzem erscheinenden Podcasts von Bastian Marks, Paul Voß und Andreas Stauff, beschreibt ziemlich genau was hier passiert. Ich möchte den Jungs nichts unterstellen, aber es macht nicht den Eindruck, als gäbe es ein Konzept – macht aber nix: ist dadurch nur umso authentischer und man hört gerne zu!

Coffee&Chainrings
Daniel & seine Crew von Coffee & Chainrings berichten über alles mögliche aus der Welt des Mountainbike-Sports. Erfahrungsberichte zu Rennen, aus dem Training, Befindlichkeiten und auch das ein oder andere Interview erwarten euch. Im wöchentlich erscheinenden Kaffeekränzchen wird aber auch einfach nur mal gequatscht und der neuste Klatsch & Tratsch diskutiert.

Real Talent: The Peloton Brief Podcast w/ Phil Gaimon (eng)
Phil Gaimon – Cookie-Liebhaber und der schlechteste Radsport-Rentner überhaupt – hat auf Peloton Brief seinen eigenen Podcast bekommen. In Real Talent lädt er immer wieder Gäste (meistens Freunde) ein, mit denen er über vergangene Zeiten, gemeinsame Rennen oder schlicht das Leben an sich quatscht. Unterhaltungswert: 100 %!

Pushing Limits
Okay, okay, Pushing Limits ist ebenfalls kein Radsport- sondern ein Triathlon-Podcast, beschäftigt sich aber mit vielen Themen die auch für Radsportler interessant sind, wie beispielsweise Training, Ernährung, Aerodynamik und natürlich dem neuesten Klatsch & Tratsch aus der Profi-Szene. Wäre natürlich nicht in dieser Auflistung, wenn’s nicht auch hörenswert wäre… und ein Blick über den Fahrradlenker hinaus hat schließlich noch niemandem geschadet 😉

Alle Podcasts können unter dem Link oder auf iTunes gehört werden. Für Android-Nutzer kann ich die App PodcastRepublic wärmstens empfehlen.

Viel Spaß beim durchstöbern der Podcasts!

Rapha: Words on the Street

Egal bei welchem Rennen, egal wie lange oder kurz es Berg-Auf geht: im Radsport ist es Tradition die Anstiege mit Anfeuerungen und den Namen der Fahrer zu bemalen.
Aus persönlicher Erfahrung (z.B. an der „Alpe de Fiddelbrugg“ in Kirchzarten) weiß ich, dass man das nicht immer wahrnimmt. Kommt eben darauf an wie sehr man schon über Kreuz schaut wenn man am Anstieg ist. Was ich mich aber – und da scheine ich nicht der einzige zu sein – schon öfters gefragt habe ist, wie das bei den Profis bei den Grand Tours ist.
Genau dieser Frage ging Rapha in ihrem Rapha Mondial-Artikel nach.

 

Painting the roads of the climbs has long been a part of cycling culture, but do professional racers notice the messages of encouragement written by fans?

 

David Millar gab zu Protokoll, dass die Straßen-Graffitis für ihn einen „mini ego-boost“ gaben – vorausgesetzt man nimmt sie noch wahr, wenn man vom Peloton bereits abgehängt wurde und am kämpfen ist.

Für Ian Boswellt, Team Katusha, dienen die Anfeuerungen ebenfalls als Motivation: in seinen Jugendjahren träumte er davon irgendwann selbst einmal als Profi die bunt bemalten Pässe in den Alpen hochzujagen. Ziel erreicht, würd ich sagen.
Eine Anfeuerung blieb ihm bis dato besonders in Erinnerung: als seine Mutter bei der Tour of California „Go Boz“ mit Kreide („she’s not a vandal“ 😉 ) auf die Straße gemalt hatte. Für ihn eine schöne Erinnerung daran, welchen Support er durch Freunde und Familie erfährt.

Für Lachlan Morton, Team Dimension Data, schließlich kommt es darauf an, was für einen Tag er aktuell erlebt ob er die Anfeuerungen gut findet oder nicht. Fährt er in einer Ausreisser-Gruppe vorne weg, so gibt ihm das zusätzliches Selbstvertrauen. Im Peloton, sagt er, kriegt man es gar nicht immer mit, wenn sein Name auf der Straße steht. Hängt man hingegen im Gruppetto, ist es für Lachlan das letzte was er dann noch sehen möchte, da er dann das Gefühl hat, seine Unterstützer hängen zu lassen…

Es zeigt sich, Profis nehmen die Graffitis anscheinend genauso viel oder wenig wahr wie wir Hobbyfahrer… sie haben vermutlich nur etwas weniger Zeit um die z.T. schönen Gemälde zu bewundern 😉

Fotos: Rapha

Cyclocross WM Valkenburg

Am vergangenen Wochenende fand in Valkenburg in der Provinz Limburg in den Niederlanden die Cyclocross WM 2018 statt. An zwei Tagen wurden in insgesamt fünf Rennen die Weltmeister(innen) für das Jahr 2018 gesucht.

Höhepunkt sollte das Rennen der Männer mit dem „Showdown“ zwischen Wout van Aert und Matthieu van der Poel werden, welches im Endeffekt aber leider zu einem Solo-Ritt von Wout van Aert wurde. Dennoch war das gesamte Wochenende mit reichlich Frittjes, Bier, Schnee und Matsch gelungen.

Cyclocross genießt in BeNeLux einen ganz anderen Stellenwert als in Deutschland. Das wird vor allem deutlich, wenn man die Zuschauerzahlen betrachtet: 38.000 Menschen fanden an dem Wochenende den Weg nach Valkenburg. Die Stimmung war ausgelassen, aber sehr angenehm. In den Festzelten zwischen den Rennen fühlte man sich eher wie im Karneval – definitiv etwas, was man selbst mal erleben sollte.

Bis auf die Elite Rennen können alle anderen Rennen auf dem YouTube-Kanal der UCI nochmal in ganzer Länge angeschaut werden: