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The Year in Numbers: 2017

Dezember ist ja bekanntlich der Monat in dem alle das (fast) vergangene Jahr Revue passieren lassen. Da ich gerne mit Zahlen spiele, möchte auch ich auch in diesem Jahr die Gelegenheit Nutzen das (fast) vergangene Jahr sowohl aus der Blog-Perspektive als auch trainingstechnisch nochmals Revue passieren zu lassen.

wattsbehind

Da mir die ganze Sache doch auch ein bisschen Spaß macht, gehts 2017 hier natürlich weiter mit dem Vorsatz etwas regelmäßiger Beiträge zu schreiben und die Besucherzahlen ein klitzekleines bisschen anzuheben 😉

Das schrieb ich letztes Jahr zur gleichen Zeit auf dem Blog. Zunächst sollte das auch ganz gut klappen. Im Januar und Februar hab ich noch regelmäßig was in die Tasten gehackt, dann hat es tatsächlich bis Ende Juli (!) gedauert bis ich nochmal hier was veröffentlicht habe. Das war kacke! Mir hat allerdings schlicht und einfach die Zeit und manchmal tatsächlich auch die Lust gefehlt um noch für ordentliche Artikel zu recherchieren, Fotos zu machen etc.

Besuchermäßig war dennoch ein Aufwärtstrend zu erkennen: immerhin etwa 150 Leute haben pro Monat die Seite aufgerufen.

Vorsatz fürs nächste Jahr bleibt also der gleiche wie für 2017:  regelmäßig hier meinen Senf abzulassen.

Training 

Im vergangenen Jahr habe ich im Durchschnitt 33 h pro Monat trainiert und dabei ca. 680 km zurückgelegt.

Trotz einer kleinen Erkältung im Januar konnte ich knapp 30 Trainingsstunden sammeln und diese von Februar bis Juli auf 40 ausbauen und halten. Klar, es hätte mehr sein können, aber zumindest bis Mitte Mai war das Training sehr gut. Danach hatte ich – wie immer – einen kleinen Hänger im Juni. Im Juli bin ich zum ersten Mal bei der BIKE Trans Alp gestartet. Leider habe ich es nicht geschafft das ganze hier als Blogbeitrag zu verwursteln, aber: es war sehr geil!
Der August stand dann im Zeichen meines Umzugs nach Köln und entsprechend weniger Training war möglich.
Im September lies ich die Saison so langsam ausklingen und im Oktober wurde nur wenn schönes Wetter war gefahren 😉
Dafür waren die Umfänge noch ganz okay.
November ist ja der klassische Monat für den Trainingsstart. Ich wollte gemütlich mit etwa 30 h Training wieder einsteigen, was mir auch gut gelungen ist.
Der Dezember war dann leider eine reine Katastrophe. Viel gearbeitet, am Wochenende im Saarland gewesen und im vorweihnachtlichen Stress das Training unter den Tisch fallen lassen… naja, die freie Woche zwischen den Jahren sollte dann für das #FESTIVE500 genutzt werden um den Monat und meine Form halbwegs zu retten. Am 24. startete dieses Unterfangen auch ganz gut mit einer netten Runde auf dem Crosser. Damit war es dann aber auch schon beendet: am Montag meldete mein Körper sich krank.
Insgesamt habe ich 2017 knapp 100 Stunden und 2000 km weniger trainiert als 2016.

Somit das Jahr leider nicht ganz so schön beendet wie letztes Jahr. Andererseits bietet sich der Januar ja gerade zu an um trainingstechnisch dann auch wieder durchzustarten.. auf ein gutes Trainingsjahr 2018!

 

Auch dieses Jahr gabs übrigens wieder einen persönlichen Videorückblick von STRAVA. Wie bereits im letzten Jahr mit vielen interessanten Statistiken und nett aufbereitet.

 

Saison 2018

In 2018 darf ich weiterhin fürs TEAM Herzlichst Zypern starten. Im März geht es nächstes Jahr dann auch ins Trainingslager auf die Sonneninsel. Bis dahin muss ich natürlich mein Training wieder auf die Reihe kriegen. Aber ich gehe mal davon aus, dass das klappen wird.

Dann ist – wie bereits im vergangenen Jahr – die Teilnahme an nationalen (und z.T. internationalen) Marathons geplant. Saisonhighlights werden auf jeden Fall die DM Marathon in Kirchzarten und dann knapp fünf Wochen später die XC-Heim-DM im saarländischen St. Ingbert.
Im Mai und August stehen dann noch mit BeMC und Rothaus Bike Giro zwei Etappenrennen an.
Weiterhin – dank eines neuen Rennrads – möchte ich auch mal das ein oder andere Straßenrennen mitfahren.

Aber: Ziel natürlich wie immer erstmal gesund und frei von größeren Stürzen durchs Jahr zu kommen. Dieses Jahr gab es leider viel zu viele Unfälle und Unglücke in der Radsport-Welt, so dass man wirklich dankbar sein muss von sowas verschont geblieben zu sein!

In diesem Sinne wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein gesundes und unfallfreies Jahr 2018!

KOMmt mal alle klar, bitte!

Okay, die Headline ist kacke. Musste aber einfach sein. Irgendjemand muss auch die schlechten Wortspiele machen. Bitte!

Zum Thema: über STRAVA wird (zumindest in meiner Social-Media-Blase) momentan heiß diskutiert. Grund sind vor allem die Segmente und die zu ergatternden KOM-Krönchen.
So titelt CyclingClaude „Schwänze messen? Muss nicht sein!“ . Klingt erstmal sehr reißerisch. Der Beitrag liest sich dann schon etwas versöhnlicher. Claude argumentiert, dass er keine KOMs jagt, weil er mit 52 „kein  überragend schneller Radsportler“ mehr ist und dass Segmente der Genuß beim Radfahren beziehungsweise dem maximalen Trainingserfolg im Weg stünden.

Dem ersten Argument kann man natürlich nicht widersprechen – ohne zu wissen wie fit Claude so ist, aber das schreibt er ja selbst. Dass KOMs nicht gerade dazu verleiten gemütlich zu fahren sollte auch einleuchten. Aber dass sie dem Trainingserfolg nicht zuträglich sind kann ich persönlich nun gar nicht nachvollziehen.
Auf STRAVA-Segmenten habe ich mir gefühlt schon häufiger die Lichter ausgeschossen als in so manch anderem Intervall-Training. Es ist (für mich) einfach viel motivierender an einem harten, „umkämpften“ Segment nochmal ein paar Sekunden rauszuholen, als stur versuchen eine Leistung auf dem Garmin zu erreichen… und ob mein Intervall nun 3:28 min oder genau 4 min lang ist macht – so bilde ich mir ein – aufs ganze Jahr gesehen auch keinen Unterschied.

Aber gut. Jeder darf seine eigene Meinung haben.
Was mich eigentlich zu diesem Beitrag motiviert hat, war der KOMmentar von Arne Bischoff mit fünf Gründen gegen das ständige sich-vergleichen müssen beim pressedienst-fahrrad.

Erstmal sind es – wenn mans genau nimmt – keine fünf Argumente die aufgezählt werden, sondern maximal vier. Argument eins „KOM ist gefährlich“ und Argument zwei „KOM macht rücksichtslos“ sind inhaltlich faktisch identisch. Wer rücksichtslos unterwegs ist, gefährdet natürlich auch sich und andere.

Weiterhin ist der Kommentar schlecht recherchiert.
Die STRAVA-Heatmap zeigt nämlich nicht, wie von Herrn Bischoff dargelegt „gezeitete Segmente [die] nach Nutzungshäufigkeit farblich dargestellt werden“, sondern lediglich die Nutzungshäufigkeit auf den entsprechenden Wegen. Dass die Wahrscheinlichkeit, dass auf einer beliebten Strecke auch ein Segment ist, größer ist als auf Strecken auf denen nicht viel radgefahren wird, dürfte einleuchtend sein. Dennoch: die Karte zeigt erstmal nur wo überall auf der Welt Rad gefahren wird.  Dass durch das anlegen von Segmenten ein „Nutzungsdruck“ entsteht (Argument drei) ist meiner Meinung nach auch absurd. Nur weil irgend jemand in Buxtehude ein Segment anlegt fühle ich mich dadurch doch nicht genötigt dort hin zu fahren und den KOM zu jagen.

Das vierte Argument, dass KOMs Wegesperrungen verursachen finde ich hingegen sogar gut. In der Tat ist es wohl so – das hört man zumindest hin und wieder – dass Gemeinden auf Strava KOMs finden und diese Wege/Trails oder was auch immer anschließend zu sperren versuchen. Ganz kritisch ist das natürlich in Naturschutzgebieten… da muss ich Herrn Bischoff ausnahmsweise beipflichten. Das könnte noch zu einem Problem für Mountainbiker werden.

Sein letztes Argument „KOM essen Seelen auf“ ist aber wieder an den Haaren herbei gezogen. Sicherlich gibt es Leute, die ohne Rücksicht KOMs „jagen“ gehen und „kein Auge mehr für die Schönheit des Radfahrens“ haben. Andererseits ist der Radsport so Facettenreich, dass es ungefähr 1000 Möglichkeiten gibt die Liebe zum Sport zu würdigen. Ob bei einer gemütlichen Gruppenausfahrt oder in dem man sich ein virtuelles Krönchen erarbeitet spielt dabei doch nun wirklich keine Rolle. Es zwingt uns – Gott sei Dank – ja auch niemand alle auf dem gleichen „Einheitsrad“ zu fahren. Warum will Herr Bischoff uns dann zu gemeinsamen Gruppenausfahrten zwingen?

Selten habe ich mich in der letzten Zeit so über Artikel geärgert wie über die zwei genannten. Nicht nur, das schlecht recherchiert wurde, es wird zudem auch versucht dem Leser mit Scheinargumenten die Meinung des Autors aufzudrücken.

Phil Gaimon hingegen sieht in letzter Zeit durch sein Worst Retirement Ever wohl auch Anfeindungen ausgesetzt. In Worst Retirement Ever versucht Phil KOMs an berühmten Segmenten in den Vereinigten Staaten zu ergattern.

Viele sehen wohl gerne zu wie ein Profi KOMs „jagt“, einigen über-ehrgeizigen geht aber wohl auch das gegen den Strich und beschweren sich doch tatsächlich bei Phil, dass Profis bitte keine KOMs auf STRAVA zu fahren hätten – der Chancengleichheit wegen.
BITTE?

 

STRAVA ist – meiner Meinung nach – eine sehr gute Plattform. Zum einen um sein Training zu dokumentieren, zum anderen bieten die Challenges und KOMs einen sportlichen Anreiz sich in der „Community“ einzubringen.

Das mit steigender Nutzerzahl die Anzahl der Idioten steigt ist klar. Ein Idiot ist aber immer ein Idiot, egal ob auf dem Rad, im Auto, als Fußgänger, im Schwimmbad oder daheim auf der Couch. Das einzige was sich ändert ist: durch das hochladen auf STRAVA zeigt man auch „der Welt“ da draußen, dass man ein Idiot ist. Jeder möchte für sich größtmögliche Freiheit beanspruchen, aber niemand möchte anderen diese Freiheit für sich gewähren. Irgendwann knallt es dann halt auch mal. Durch STRAVA (bzw. das Internet im allgemeinen) bekommt das ein größeres Publikum mit als noch vor ein paar Jahren.

Ich weiß nicht was manchen Leuten durch den Kopf geht… aber: bitte KOMmt alle mal klar, ey!

Nehmt doch alle ein wenig Rücksicht aufeinander und gewährt anderen auch die Freiräume die ihr für euch selbst beansprucht.
Und, wenn ihr euch doch mal aufregen solltet: einfach aufs Rad setzen und ein Ründchen drehen. Danach ist es meistens auch schon gar nicht mehr so schlimm 😉

LIDA – Radsport Literaturdatenbank

Wer auch im Radsport immer auf dem neusten Stand der Wissenschaft bleiben will, musste sich bisweilen durch verschiedenste Datenbanken wühlen. Das funktioniert zwar, ist aber etwas mühsam. Durch Google Scholar ist das ganze schon einfacher geworden, aber da muss man relativ genau wissen nach was man sucht um relevante Ergebnisse zu finden. Praktisch ist irgendwie auch anders.

Der Bund Deutsche Radfahrer e.V. (BDR) möchte dem – wie auf Facebook angekündigt wurde – nun Abhilfe schaffen und hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandte Trainingswissenschaft Leipzig (IAT) eine Literaturdatenbank rund ums Thema Radsport geschaffen.
Sinn und Zweck ist es alle radsport-relevanten wissenschaftlichen Veröffentlichungen gebündelt über ein Portal aufrufen zu können.

Dazu hat der Fachbereich Information & Kommunikation des IAT die gängigen wissenschaftlichen Datenbanken indexiert. Laut Information auf der Website wird die Datenbank zudem täglich aktualisiert.

Ganz anders als z.B. rad-net ist die Benutzeroberfläche modern und  intuitiv gestaltet. Es gibt eine große Suchleiste in der man direkt nach gewünschten Themen suchen kann. Man kann jedoch auch die vom BDR vorgeschlagenen Themengebiete, wie z.B.  Biomechanik, Leistungsdiagnostik oder Energiestoffwechsel durchstöbern.

Insgesamt ist die Suche gut gegliedert, so dass man z.B. nur nach Publikationen aus dem letzten Jahr oder nach Publikationen von bestimmten Autoren etc. suchen kann.

Die Startseite der Literaturdatenbank.

Ich finde die Datenbank wirklich sehr gelungen. Wenn man sich für einen bestimmten Themenbereich interessiert liefern die Vorschläge vom BDR sehr gute Ergebnisse und cross-references liefern zudem Vorschläge für themenverwandte Artikel.
Das stöbern in der Datenbank hat mir einige sehr interessante Publikationen bzw. Vorträge geliefert die ich in nächster Zeit mal lesen werde.

Was mir jedoch noch fehlt ist eine Übersicht über neu hinzugefügte Artikel. Gerade wenn man up-to-date bleiben möchte bietet es sich an eine Liste zu haben, in der stumpf die neusten Einträge aufgelistet werden – unabhängig von der Kategorie oder des Themas. Vielleicht würde sich hier auch ein RSS-Feed anbieten?
Ein weiteres Manko – wie bei allen anderen Literaturdatenbanken jedoch auch – ist die Zugriffsbeschränkung für Artikel.
Viele Artikel sind lediglich von universitären Accounts zugänglich beziehungsweise wenn man Abonnent des jeweiligen Journals ist.
Wer aber Zugriff auf wissenschaftliche Journals etc. hat, für den ist die LIDA eine sehr gute Möglichkeit auf dem neusten Stand der Wissenschaft zu bleiben.

Hier nun noch ein paar mMn. sehr interessante Publikationen, die nicht zugriffsbeschränkt sind:

Und hier auch nochmal der Link zur LIDA Literaturdatenbank Radsport des BDR.

Viel Spaß beim stöbern!