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Nominierung zum Liebster Award!

Boris von unterlenker.com wurde vergangene Woche zum Liebster (Blog) Award nominiert. Diese Ehre wurde durch Boris jetzt auch mir zuteil. Vielen Dank für die Nominierung! 🙂

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Aber was ist das überhaupt?
Ganz einfach: Der Liebster (Blog) Award ist quasi ein Blog-Kettenbrief, der vor X Jahren mal gestartet wurde und immer noch durchs Internet geistert. Ziel ist es, die Blog-Community weiter/besser zu vernetzen und auf interessante Blogs aufmerksam zu machen. Wenn man nominiert wird, bekommt man vom Nominator Fragen gestellt, die man auf seinem Blog zu beantworten hat und darf dann anschließend selbst weitere Blogs nominieren und neue Fragen stellen.

Hier also erstmal die Antworten auf Boris’ Fragen:

1. Seit wann bloggst du und was war die Intention damit anzufangen?

Ich blogge seit Ende März/Anfang April 2016. Warum ich damit angefangen habe, kann ich gar nicht so genau sagen.. für meinen Verein (RV Tempo Hirzweiler) mache ich die Öffentlichkeitsarbeit und habe irgendwann festgestellt, dass recherchieren/schreiben mir eigentlich Spaß macht. Dein Blog und deine Themenauswahl finde ich klasse. Das hat mich dann zusätzlich motiviert dieses bloggen auch mal auszuprobieren.. und bis jetzt bin ich dabei geblieben.

2. Schreibst du spontan oder bloggst du auf Vorrat und veröffentlichst nach einem festen Plan?

Mal so, mal so. Ich hab einen Redaktionsplan eine Seite in meinem Notizbuch, auf der ich Ideen/potentielle Themen sammele und Daten zur Veröffentlichung danebenkritzel. Meistens halte ich mich dann aber trotzdem nicht dran. Im Moment hab ich z.B. zwei Artikel fertig, zu denen noch ein paar Bilder fehlen. Meistens blogge ich eher spontan, wenn ich gerade Lust/Zeit habe oder mir ein aktuelles Thema auffällt über das es sich mMn. lohnt zu schreiben.

3. Welcher Post war, gemessen an den Zugriffszahlen, dein bisher erfolgreichster?

Das war ganz klar der Beitrag über Regenerationsmanagement im Leistungssport.

4. Welcher Post war dein bester Post, gemessen an deinen eigenen Qualitätskriterien und warum?

Mhh, da ich keine Qualitätskriterien formuliert habe, ist die Frage irgendwie schwierig zu beantworten. Ich denke das ist ein knappes Rennen zwischen dem Beitrag über Regenerationsmanagement und über Milch als Regenerationsgetränk. Für beide Beiträge habe ich relativ lange recherchiert bzw.  auf dem Symposium fleißig mitgeschrieben und anschließend versucht, das ganze leicht verständlich zusammen zu fassen. Beim Beitrag über Regenerationsmanagement floss zudem viel Zeit in das raussuchen und erstellen von Bildern für den Beitrag.

Andererseits hat es auch riesen Spaß gemacht über meine Tour nach Prag hier zu berichten. Die Beiträge sind mMn. auch ganz gut gelungen, waren aber natürlich laange nicht so aufwendig, wie die oben genannten, da es ja quasi “nur” ein Erfahrungsbericht ist.

Also, wenn ich mich festlegen muss, würde ich wohl sagen: Regenerationsmanagement. Einfach, weil ich da bisher am meisten Zeit investiert habe und die z.T. schwierigen Sachverhalte – denke ich – relativ einfach darstellen konnte.

5. Unabhängigkeit ist ein hohes journalistisches Gut und gute Zeitungen achten streng auf die Trennung von Werbung und redaktionellem Inhalt. Wie stehst du zu Sponsoring, kostenlosen Testprodukten und Einladungen zu Reisen etc.? Gibt es für dich eine Grenze?

Da mein Blog ja noch ziemlich jung ist und keine große Leserzahl hat, habe ich bisher noch nicht das Vergnügen gehabt Sponsoring, Testprodukte oder Traumreisen angeboten zu bekommen.

Generell finde ich das aber nicht schlecht, wenn Firmen bereit sind Kooperationen mit Bloggern einzugehen.

Als absolute Bedingung sollte aber gelten, dass man als Blogger unabhängig, d.h. ohne Einflussnahme des Herstellers/Anbieters, darüber schreiben darf. Zudem sollte der Blogger dann auch so transparent sein und seine Leserschaft darüber informieren ob die Produkte im Rahmen eines Sponsorings zur Verfügung gestellt wurden, Testprodukte sind oder wie auch immer.

Eine Grenze, mhh,.. Nahrungsergänzungsmitteln stehe ich meistens erstmals skeptisch gegenüber, damit hätte ich glaube ich ein Problem. Und dann halt weitergehend Arzneimittel. Aber ich glaube (hoffe!) dass zumindest letztere keinem Blogger von Firmen angeboten werden.

Also: so lange man als Blogger transparent bleibt und seine ehrliche, eigene Meinung schreiben darf, ohne negative Konsequenzen fürchten zu müssen, dann find’ ich das durchaus eine gute Sache von der sowohl Blogger, als auch Firma/Anbieter und “Öffentlichkeit” profitieren können!

6. Was war das Verrückteste oder Tollste was du jemals auf dem Rad erlebt hast?

Als saarländischer Radfahrer dauert es ja nicht lange, bis man mal über eine Landesgrenze fährt (Frankreich, Luxembourg, Rheinland-Pfalz,..), das ist daher ja nicht soo besonders, aber auf meiner Tour nach Prag war das schon ein cooler Moment mit dem Rad über die deutsch-tschechische Grenze zu fahren. Zu wissen, dass man vor seiner Haustür losgefahren ist, einmal quer durch Deutschland und dann die Grenze überquert.. das war schon ein Wahnsinns Gefühl.

(Davon abgesehen hab ich mal beim befahren eines Trails ein Paar beim Liebesakt getroffen.. immerhin waren sie aber so “rücksichtsvoll” sich zwei Meter neben dem Trail zu vergnügen. Ich kann aber bis heute noch nicht sagen wer in dem Moment mehr erschrocken ist 😀 )

7. Du kommst zu Geld und machst ein Sabbatical. Was machst du?

Erstmal würde ich die deutsche Fahrradindustrie ankurbeln (haha!) und mir für alle Untergründe das passende Rad kaufen.

Spontan fällt mir dann das Cape Epic ein. Und das TransContinental Race. Da man aber nicht nur Radfahren kann, würde ich vermutlich erstmal viel meiner freien Zeit mit Lesen (Blogs, Radsportbücher, Fachbücher, etc.) verbringen und zusätzlich.. mhh.. das klingt vielleicht etwas langweilig, aber ich denke ich würde ausserdem viel Zeit in Vereins-/Verbandsarbeit investieren.
Da der Tag nur 24h und das Jahr nur 365 Tage hat, sollte das aber auch schon genügen.

8. Du kommst zu noch mehr Geld und kannst dir ohne Kompromisse ein neues Rad anschaffen. Was kaufst du dir und warum? Details bitte!

Das ist irgendwie auch gar nicht soo einfach zu beantworten.
Wenn das Budget unbegrenzt ist, ergeben sich auch einfach unbegrenzte Möglichkeiten und es fällt schwer, sich da zu entscheiden. Ich versuchs aber trotzdem mal:

Als Rahmen würde ich einen Open Cycles 1.0 Rahmen in 17″ (850 g) wählen, die Gabel sollte v.a. leicht sein und gut funktionieren. Lenkerlockouts mag ich nicht so, deswegen gerne eine Gabel mit Brain. Die RS-1 gefällt mir von der Optiker her nicht, daher würde es wohl eine Rock Shox SID mit Brain-Technologie (1600 g) werden.
Das ganze würde mittels einem Extralite-Steuersatz  (38 g) und einem Extralite Ultrastar Expander (6 g) kombiniert werden. Per Extralite Hyperstem Vorbau (74 g) würde der AX Lightness Poseidon Flatbar Lenker (100 g, 720 mm) gehalten werden. Gehalten wird der Lenker mit Ritchey WCS Griffen (49 g). Die sind zwar “schwer”, aber mit denen komme ich gut zurecht, da brauch man keine Kompromisse eingehen.
Als Antrieb würde ich eine SRAM XX1 Gruppe (exkl. Kurbel, dazu später) nehmen. Die Bandbreite von 10-42er Ritzel in Verbindung mit einem 34er Kettenblatt reicht mir für alle Eventualitäten. (Trigger, Ritzel, Kette, Schaltwerk: ~ 1000 g). Damit die Kraft in Vortrieb umgewandelt werden kann, bedarf es natürlich einer Kurbel und Pedalen. Als Kurbel würde eine TUNE Black Foot mit SRM Leistungsmesser (533 g) seinen Platz im Innenlager finden. Als Kontaktpunkt zwischen Mensch und Maschine dienen Shimano XTR 9000 Pedale (306 g). Damit es auch vorwärts geht, bedarf es natürlich auch Laufrädern. Da würde meine Wahl auf Extralite Straight Pull Naben mit Duke Lucky Jack Carbon Clincher und Sapim X-Ray Speichen (1182 g) fallen. Den Bodenkontakt dürften Schwalbe Rocket Ron (485 g) und Thunderburt (432 g) in 2.1″ Breite herstellen. Das ganze als Tubeless-Setup (~ 120 g).
Es fehlt noch die Sitzzone: hier würde die Carbonice Eva Sattelklemme (5 g) eine Carbonice Flotte Lotte Sattelstütze (85 g) halten, die wiederrum einen AX Lightness LEAF (78 g) Sattel halten würde.
Dass das Bike vorwärts geht steht wohl ausser Frage, da man manchmal aber auch Bremsen muss würde das Rad mit einer Shimano XTR Race 9000 Bremse verzögert werden. Auch hier: nicht die leichteste, aber relativ formschön und v.a. ein Rundum-Sorglos-Teil!
Als letzte Parts würden zwei Specialized Rib Cage II Carbon (2×20 g) Flaschenhalter ihren Weg in das Rahmendreick finden.

Alles in allem dürfte das Gewicht bei etwa 7,5 – 7,6 kg liegen. Durch die Carbonlaufräder und den Rahmen sollte der Bock ziemlich steif und vortriebsstark sein, wohingegen die SID die Schläge für den Fahrer (mich!!) abfedert.

Ich hoffe ich gewinne irgendwann mal im Lotto.. die Links zu den Teilen sind jedenfalls jetzt gespeichert! 🙂

9. Hast du besondere Radsport-Pläne für 2017? Welche Veranstaltung oder welches Rennen wird dein Highlight?

Nachdem die Saison 2016 mit zwei Siegen und etlichen Podest-Plätzen super für mich gelaufen ist, möchte ich den “Flow” mitnehmen und 2017 mein Glück auf der Marathon-Distanz versuchen. Saisonhöhepunkt wird dann vermutlich die Marathon DM im September.

Als “kleinen” Saisonhöhepunkt möchte ich im Frühjahr noch die Challenge Paris-Roubaix mitnehmen.

10. Was ist deine bevorzugte Radsport-Destination? Wo lässt sich am besten fahren? Wo gibt es die schönsten Straßen oder Trails?

Puh, noch so eine schwierige Frage.. als Mountainbiker wird man ja (fast) überall glücklich, wo es ca. 50 m am Stück bergab geht.

Tatsächlich bin ich mit dem Mountainbike aber noch gar nicht soo viel rumgekommen, als dass ich sagen könnte, DAS ist meine Radsport-Destination.

Klasse war’s auf jeden Fall in den Nordvogesen und in der Freiburger Ecke. Ansonsten hab ich gehört, dass es am Gardasee  und in Finale Ligure sehr schöne Trails geben soll. Davon müsste ich mich aber mal noch selbst überzeugen.

Straßenradtechnisch ist Frankreich auf jeden Fall sehr weit oben in meiner Liste. Da hab ich außerdem auf Mallorca sehr nette Erfahrungen gemacht. 🙂

 

So, da das nun erledigt ist, möchte ich in den kommenden Tagen meine Nominierungen und Fragen hier vorstellen.

Best of: Cyclings-April Fools Day

Heute ist der 1. April oder “April Fools Day” im englischen Sprachraum. Ein in Europa weit verbreiteter Brauch sieht vor, dass man Leute an diesem Tag lustige Streiche spielt oder wirre Geschichten auftischt und sie damit “in den April schickt”.

Auch die Medien machen da gerne mit und bringen sogenannte “Zeitungsenten” um ihre Leser an der Nase herum zu führen. Natürlich wird der Brauch auch in der Fahrrad-Branche gehegt und gepflegt.

Ich finde den Brauch klasse und habe mich heute morgen gefreut die ersten Aprilscherze auf den verschiedenen Websites zu lesen. Die meiner Meinung nach besten fünf habe ich hier nochmal kurz zusammengestellt:

 

RadsportPUR

Der Facebook-Blog RadsportPUR hat in einem Post einen wichtigen Hinweis für alle Radsportler, Tennisspieler und Golfer gegeben. Laut dem verlinkten Zeitungsartikel könne es sein, dass ihr Sportgerät bei Flugreisen möglicherweise einen stillen Alarm am Sicherheitscheck auslöst. Grund dafür sei eine neue Generation von Laserscannern, die nicht zwischen C2 und Carbon unterscheiden könnten.  Erstes prominentes Opfer sei der Golfer Tiger Woods gewesen.

 

ride.ch / Bikepark Lenzerheide:

ride.ch gab heute in den News bekannt, dass man die Bikepark-Saison dieses Jahr früher als sonst beginnen könne. Grund hierfür wäre eine aus Whistler adaptierte Idee. Die Schweizer möchten umgebaute Schneekanonen als Föhn für die Trails benutzen und somit bereits ab 16. April bereit sein für die Sommer-Saison.

 

Les Amis Paris-Roubaix

Ok, mein Französisch ist wirklich nicht das Beste, aber mit Hilfe des google-Übersetzers konnte ich auch das bewältigen. Behauptet wurde, dass in Abstimmung mit dem nationalen Forstamt und dem Veranstalter des Rennens der Wald von Arenberg – zur Sicherheit der Fahrer – geteert wurde.

 

Global Cycling Network

Die Jungs vom Global Cycling Network gaben heute morgen bekannt, dass ihr Star-Presenter Daniel Lloyd ab sofort wieder dem Pro-Peloton angehörig sei und das Team Dimension Data unterstützt. Hier wurde krass viel Aufwand betrieben. Neben allen GCN Social-Media-Kanälen spielte natürlich auch das Team DimensionData mit und gab das ganze via Pressemitteilung auf ihrer Website bekannt, fügte Dan Lloyd auf der Website als Fahrer hinzu und stattete ihn mit einem kompletten Team-Kit aus, damit GCN Videos produzieren und road.cc “Spyshots” von Dan Lloyd beim Training veröffentlichen konnten.

Team Dimension Data for Qhubeka welcomes Dan Lloyd – April Fools

Dan Lloyd

Vielleicht hätten sie aber auch dran denken sollen ihre Social-Media-Crew vorher einzuweihen:

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Dieser Tweet war heute morgen kurz auf Twitter zu lesen.

Trotzdem eine sehr gelungene Aktion!

 

Focus Bikes

Am meisten Aufwand – obwohl GCN da mMn. sehr nah dran war – hat der Bikehersteller Focus betrieben. Sie gaben heute morgen bekannt ein 36″ Rad entwickelt und getestet zu haben – das Focus Big Bird. Am Anfang dachte ich noch “wow, gut gephotoshopte Bilder” nur um im weiteren Verlauf festzustellen, dass es das Rad tatsächlich gibt! Im Video sieht man wie Florian Vogel himself das Rad über die Trails bewegt. Zusätzlich zur Pressemitteilung und des Videos gibt es ausserdem eine Website mit weiteren Videos von den Ingenieuren und einer Möglichkeit zur “Vorbestellung”. Sehr geil, Focus!

Focus BIG BIRD 36: XC-Weltsensation mit 36 Zoll-Laufrädern

 

Was war der beste Aprilscherz den ihr heute erlebt/gelesen/gesehen habt?